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Wie alles begann

Wie alles begann… 



Als ich am 5. Juli 2007 zum Zelten nach Lechbruck am See fuhr, ahnte ich nichts von dem was geschehen sollte… es war eine Aneinanderreihung glücklicher und unglücklicher Ereignisse zugleich.
 


Vorerst machte ich Urlaub… kurz vor der Heimreise fragte ich (eigentlich nur spaßeshalber) den Restaurantchef vom Zeltplatz ob er nicht noch eine Mitarbeiterin sucht… ich hätte es nie gedacht… aber 3 Tage später war mein erster Arbeitstag dort.
 


Meine Einarbeitung übernahm Karina Wüst, die ebenfalls dort angestellt war.
Zwischen den Kollegen herrschte ein tolles Klima… so kam es, dass man sich auch immer öfter über „Privates“ unterhielt. 


Karina erzählte mir von ihrer Tätigkeit als Tierschützerin.
Meine erste Reaktion war…
 


„Aber wozu ? Es gibt doch nun wirklich genug Tiere in
 
deutschen Tierheimen!“
 


Karinas Erklärung hat mich zum Nachdenken gebracht und ich habe meine Meinung sehr schnell geändert.
 


So kam es, dass ich sie immer öfter besuchte und mir alles an sah.
Jetzt ist es sogar so gekommen, dass ich eine eigene Pflegestelle für ausländische Streuner habe.
Einfach nur so helfen hat mir nicht mehr gereicht.
 


Ich hoffe, dass mehr Menschen anfangen um zu denken, denn so kann es nicht weiter gehen… ich möchte kurz wieder geben, warum ich heute der Ansicht bin, dass gerade die ausländischen Streuner ein schönes zu Hause in Deutschland bekommen sollen.
 


Leider ist es tatsächlich so, dass viele Tiere hier in den Tierheimen sitzen.
Manchmal werden sie dort ab gegeben, wegen Trennung, Allergie, weil das Herrchen oder Frauchen verstorben ist oder die Familie Nachwuchs erwartet… dieses ist aber in den wenigsten Fällen so… die Hauptbegründungen sind, dass der Hund unverträglich ist, sich nicht erziehen lässt oder ähnliches und dadurch einfach zu viel Arbeit macht bzw. lästig wird. 


Das diese Hunde ein Problem haben (wofür der Halter selbst verantwortlich ist) liegt auf der Hand.
 


Diese Hunde haben vielleicht das Glück in eine neue Familie vermittelt zu werden, doch meist geht das nicht lange gut… denn ihr altes Problem ist immer noch da! Und mit einer neuen Familie ist das „Problem“ des Hundes nicht gelöst.
 


Viele „Problemhunde“ haben sehr tief sitzende Erlebnisse, die nicht mit Liebe und Zuwendung zu beheben sind… er kommt nun also in ein neues, fremdes Umfeld, was ihn oft noch mehr verunsichert… so nistet sich das „Problem“ immer fester ein und er landet wieder im Tierheim… so geht das dann immer weiter.
 


Diese Hunde brauchen professionelle Hilfe, welche die Tierheime oftmals nicht zur Verfügung stellen… ein Mensch, der psychische Probleme hat, geht zu einem Psychiater, damit ihm geholfen wird… aber was ist mit unseren Vierbeinern ???
 


Sie könnten wieder glückliche und „normale“ Tiere werden, wenn ihnen nur die nötige Hilfe gegeben wird… aber nichts passiert… so wird ihr Leid nie ein Ende nehmen.


Ganz anders bei unseren ausländischen Schnüffelnasen… sie sind für jede Streicheleinheit dankbar, weil sie so etwas meist nie erfahren haben… für jeden Futterhappen würden sie einem die Füße küssen.
 


Diese Hunde haben zwar auch Probleme, nicht alle, aber manche halt doch, aber speziell unser Verein versucht zuerst diese Probleme zu lösen und dann erst kommt der Hund in die Vermittlung… und so Gott will ist ihre Vermittlung dann für ein ganzes Leben!
 


Auch ist es sicher wichtig die Menschen mit ihren neuen Familienmitgliedern noch ein Stück weit zu begleiten. Das heißt für uns mit Rat und Tat zu Seite zu stehen, bei Problemen da zu sein. Wir möchten das der Hund in seinem neuen Leben Fuß fassen kann und wenn die Familien unsere Hilfe brauchen... wir sind da!



 
Carina Mintel  



(ein weiterer Bericht unter „Berichte und Lesenswertes“ erklärt, was den griechischen Streuner zu etwas ganz besonderem macht… vielleicht können Skeptiker dann besser verstehen)



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