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Rudelhaltung



Rudelhaltung



1.) Kommen und gehen :

Weder beim kommen begrüßen noch beim gehen verabschieden.

Das ist nicht weil wir so böse sind,  sondern weil das Leittier im Rudel das nicht tut und damit auch seine Position immer wieder bestätigt!

Die Begrüßung soll auch nicht ausfallen sondern verschiebt sich so weit nach hinten bis der Hund sich beruhigt hat. Er sollte entspannt liegen und dann wird er abgerufen.
Das kann auch mal dauern!


In dieser Zeit den Hund einfach ignorieren, das heißt: kein Blickkontakt, kein sprechen, keine Berührung. Wichtig ist das nicht sprechen! Auch ein „ du bist aber böse“ würde den Hund im handeln bestätigen da er den wortlaut nicht versteht und mit seinem Handeln erreicht hätte das man reagiert. Du, also das Leittier bestimmt die länge der Begrüßung und du beendest sie auch wieder!



2.) Fressen:

Das Futter hinstellen, verlässt der Hund die Futterstelle hat er nach den Regeln des Rudels die Futterstelle frei gegeben! Im Hunderudel würde das bedeuten das der Rangniedrigere frisst. da es den in eurem Rudel nicht gibt,  nimmt man das Futter weg!

Auch nie den Napf den ganzen Tag mit Inhalt stehen lassen. Das ist wichtig denn das Leittier verwaltet das Futter und wenn es am Boden steht geben wir dem Hund die Leittier Position ab da er das Futter verwalten darf! Wenn möglich sollte der Hund nach den Menschen essen.



3.) Kuscheln und Spielen:

Das Leittier bestimmt Zeitpunkt und Dauer!!!!
Das heißt für uns Menschen das wir bestimmen wann gekuschelt und gespielt wird.
Der Hund muss auf nichts verzichten, wir legen nur den Zeitpunkt fest!
Das heiß aber auch das wir nicht reagieren wenn der Hund uns zu einem der beiden Dinge auffordert, also wenn der Hund den Kopf auf den Schoß legt oder stupst, einen Ball von sich aus bringt ignorieren wir das. Der Hund muss aber nicht verzichten was wir auch nicht wollen, sondern das ganze verschiebt sich einfach nur nach hinten. Es gilt wieder die selbe Regel wie oben: 



In dieser Zeit den Hund einfach ignorieren, das heißt: kein Blickkontakt, kein sprechen, keine Berührung. Ganz ruhig wegschieben, ihm sanft aber bestimmt zeigen das wir das nicht wollen! Wichtig ist auch hier das nicht sprechen! Auch ein „ du bist aber böse“ würde den Hund im handeln bestätigen da er den wortlaut nicht versteht und mit seinem handeln erreicht hätte das man reagiert. Du, also das Leittier bestimmt!



Diese Regel wiederholt sich immer wieder!!!! Ohne sie kommen wir nicht weiter!



4.) Fehlverhalten:

Grundvorrausetzung ist den Hund zu erwischen. Der richtige Moment ist ausschlaggebend! Wir haben Zeitungen die wir in dem Moment wo der Hund etwas annagt, piselt, klaut in reichweite liegen und hauen nach Möglichkeit ohne das der Hund das sieht auf den Tisch, auf den Boden – irgendwo hin wo es krach macht!
Wir reden nicht! Der Hund soll sich erschrecken aber das nicht so das er einen Herzinfarkt bekommt. Er soll aufmerksam werden, merken das er sich gerade falsch verhält!
Wenn er das nicht versteht, was oft was damit zu tun hat das er sich die Leittier Position aneignen will, wird der Hund aus dem Menschlichen Rudel ausgeschlossen.
Das würde ihm im Hunde Rudel auch passieren.
Wir nehmen den Hund Wortlos am Halsband und bringen ihn in einen anderen Raum. Die länge des Ausschließens  ist von Hund zu Hund unterschiedlich.
10 Minuten sollten es aber mindestens sein. Dann wird der Hund Wortlos wieder raus gelassen. Der Hund weiß Instinktiv  das er ohne sein Rudel nicht überleben würde und reagiert laut unserer Erfahrung sehr positiv!


Und ganz wichtig:
Niemals schreiend oder aufbrausend dem Hund gegenüber treten (ich weiß ist leichter gesagt als getan). Der Hund wird dich dann nicht mehr erst nehmen da sich so ein Leittier niemals benehmen würde.
Dem Hund sagen wir damit: Ich bin im Moment nicht in der Lage das Rudel zu führen! Ich bin jetzt kein gutes Leittier! Bitte übernimm du die Führung!
Und jetzt haben wir ein richtiges Problem ..... einen Hund der Mist baut und das wir die Leittier  Funktion verloren haben. Schimmer geht fast nicht!!!!
Also bis 3 zählen und ruhig bleiben!!!!!!!!!!!  :o)

Für gutes Verhalten egal wie klein es für uns erscheint wird der Hund gelobt, und das sehr überschwänglich! Für den Hund sind diese "kleinen" Dinge meist Riesen Schritte!
                                     

Hier gilt - Lob motiviert - Strafe blockiert



5.) Das Haus mit Hund verlassen:
Wir führen die Jagt an! Das heißt wir verlassen vor dem Hund das Haus. Für den Hund sieht das so aus das wir schauen das die Luft rein ist, es sind keine Feinde da!
Er kann uns vertrauen weil wir uns richtig verhalten.
Beim Spaziergang selbstbewusst verhalten! Wenn der Hund unsicher ist braucht er jemanden der ihm zeigt das keine Gefahr besteht. Das erreichen wir durch weiterlaufen wenn der Hund verunsichert stehen bleibt. Wir sagen ihm damit: Hier ist keine Gefahr, du kannst mir  vertrauen. Wenn ich stehen bleiben würde wäre ich für den Hund genauso unsicher wie er selbst......an wem soll er sich jetzt orientieren? Und wieder bin ich meine Leittierfunktion los!
Wenn der Hund eine für ihn brenzlige Situation meistert wächst auch sein Selbstbewusstsein. Er wächst mit seinen Aufgaben. Wie bei uns Menschen auch. Und nie das Loben vergessen! Es muss ja wissen was er richtig macht, denn der Hund hat andere Vorstellungen von richtig und falsch!


Auf dem Rückweg geht der Hund voraus und wir als letzte!
Wir schauen also das uns keine "Feinde" verfolgen.
 



Gebt eurem Hund die Möglichkeit ein Hund zu sein, seinen Platz im Leben zu finden! Nehmt ihm die Last ein Leittier zu sein, denn die meisten Hunde sind damit überfordert!
 Jeder ist seines Glückes Schmied! Das gilt auch für den glücklichen Hund! Jeder könnte einen haben.
Ein Stück des Weges kennt ihr jetzt.
Das sind wir ihm schuldig!



Wenn es noch Fragen gibt stehen wir natürlich immer zu Verfügung!



Karina Wüst

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