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Berichte und Lesenswertes
Der griechische Streuner...
...und was ihn zu etwas Besonderem macht.
September, 2007
Ich kenne die griechischen Vierbeiner jetzt seit 6 Jahren und lebe seit knapp einem Jahr mit immer wieder wechselnden Hunden in einem Haus.
Das größte Rudel das in unserem Haus zu Gast war bestand aus 18 Hunden! 3 davon sind unsere eigenen. Man muss aber immer wieder betonen, dass wir keine Zwingerhaltung haben. Unsere Hunde leben in einem Rudel! Fremde wie eigene!
Das ist auch das Einzige was Streuner kennen. Wenn man ihnen diese Art von Leben hier bei uns gibt ist der Streuner der beste Hund der Welt. Und damit meine ich nicht das jeder der einen Griechen hat gleich 10 Hunde halten soll, sondern nach dem Prinzip der Rudelhaltung leben sollte. Dem Hund ist es egal ob das Rudel aus Menschen oder Hunden besteht Hauptsache er hat seinen Platz in der Rangordnung (und das ganz unten). An die Stelle sollte aber gesagt sein das dies ohne Gewalt geschehen muss.
Die alte Schule die jeder kennt fällt weg! Vergessen sie alles was sie gehört haben denn das klappt ja zum großen Teil nicht mal beim deutschen Pudel der nach dieser Methode heute noch jedes Wohnzimmer zerlegt.
Wir alle müssen lernen wie der Hund zu denken und nicht erwarten,
dass der Hund wie der Mensch denkt!!!!!!!
Zurück zum Griechischen Streuner. Sie sind sehr schlau sonst würden sie sicher nicht mal die ersten 3 Monate überleben. Sie sind sehr selbstständig, wären sie es nicht würden sie verhungern oder in kalten Winternächten erfrieren. Sie lernen sehr schnell, dass der Mensch auch eine Gefahr sein kann. Es geht um ihr Überleben!!!!
Wir wissen jetzt also, dass wir es mit einem sehr intelligenten Tier zu tun haben, und sollten diese Qualitäten jetzt noch in die richtige Richtung lenken.
Dieser Hund in den falschen Händen wird es mit Sicherheit schaffen, die Familie auf Trab zu halten. Er wird auf keinen fall böse sein, aber er wird sich sofort das ganze menschliche Rudel zu Untertanen machen.
Deswegen vermitteln wir auch nicht einfach so, sondern erklären so gut es uns möglich ist was wir für Erfahrungen gemacht haben und welcher Weg der Einfachste ist. Da die Hunde erst bei uns leben haben wir die Möglichkeit sie auf ihr neues Leben vorzubereiten, sodass die neuen Besitzer es „nur“ übernehmen müssen.
Es ist aber nicht ganz so einfach wie sich das anhört denn es ist eine andere Art von Hundeerziehung. Hat man aber das Prinzip verstanden will man nichts anderes mehr.
Man erlebt eine völlig neue Art im Zusammenleben mit Hund und Mensch. Es gibt keine zerbissenen Türen, ausgebuddelte Blumenstöcke, vollgepieselte Hausgänge. Der Hund ist ausgeglichen weil er weiß wo sein Platz in dieser Welt ist....
- Karina Wüst-
