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Ausbildung



Ausbildung





















Wie tickt unser Hund ?

 
Viele Menschen möchten, dass ihr Hund "aufs Wort folgt".

Da sind schon zwei Irrtümer enthalten. "Worte" zu verstehen, muss ihm erst gelernt werden und was "das Folgen" anbelangt, geschieht das bei den Welpen aus Überlebenswillen und nicht aus menschlichem, ja strengem Gehorsam. Sie folgen ihrer Hundemutter um etwas zu lernen und um Gefahren aus dem Wege zu gehen - Sie vertrauen ihr. Das sind die einzigen biologischen Prinzipien des Folgens. Wenn Menschen blinden Gehorsam einfordern, ist nur Missverständnis die Folge.
Man muss die Hunde dazu bringen das sie ihrem Menschen gerne "folgen", indem sie sich sicher und behütet fühlen. Das geht nur wenn der Hund Vertrauen zu seinem Menschen hat ... und das wiederum bekommt der Hund nicht wenn sein Mensch sich nicht dem entsprechend benimmt. Der Hund sollte dem Menschen gerne folgen!
Wenn zum Beispiel der Hund in eine für ihn bedrohlichen Situation gerät, wird der Hund seinem Instinkt folgen. Wenn er in dem Moment seinem Menschen nicht vertraut wird er selber entscheiden und das geht meistens nicht gut.
 
Stellen sie sich vor sie haben schreckliche Angst und ihr Begleiter gibt Ihnen nicht das Gefühl der Sicherheit - Bleiben sie dann bei ihm und warten auf ihren Untergang? - Nein! - Sie versuchen das Beste aus der Situation zu machen und entscheiden selber.
 
Wir müssen also versuchen den Hund zu verstehen, seine Sprache und seine Signale deuten lernen. Wir wandern ja auch nicht nach China aus und lernen diese Sprache nicht.
In den letzten Jahren hat sich, was die Hunderziehung angeht so viel geändert. Alle neuen Dinge nimmt der Mensch dankend an, nur was den Umgang mit Tieren also speziell mit Hunden angeht bleibt er stur der alten Schule treu!

Das ist für mich nicht zu verstehen. Man könnte ein angenehmes und unkompliziertes Verhältnis zu seinem Hund haben und nimmt dieses "neue" aber nicht an weil man diese Art von Erziehung nicht kennt.

Was der Bauer nicht kennt isst er nicht...

Das sind dann genau die Hunde die im Tierheim landen weil sie "nicht sozial" oder nicht "umgänglich" sind. Es sind aber nicht die Hunde die Probleme machen, sondern Menschen die durch Missverständnisse ihre Hunde auf den falschen Weg gebracht haben!

Ein weiteres Problem: Viele Besitzer von Kleinhunden meinen, ihr Hund müsse nichts lernen, nichts können. Er ist ja klein was kann er schon groß anstellen? Das ist so, wie wenn kleinwüchsige Menschen nichts lernen dürften. Jeder Hund hat Bedürfnisse, er will gefordert werden! Diese Bedürfnisse sind von Hund zu Hund anders!

Ein anderes Vorurteil, ein bequemes: Einmal gelernt, ewig intus? - Irrtum - Ausgenommen sehr leichtführige Hunde, die "blind" gehorsam sind. Bei selbstbewussten und eigenwilligen Hundetypen muss ein Leben lang immer wieder mal die Rangordnung gefestigt, bestätigt oder korrigiert werden. Wie im richtigen Wolfsleben.


Nun aber zurück zu den "Neuen Methoden" der Hundeerziehung...
Mir ist das Umstellen vom "Alten" zum "Neuen" auch sehr schwer gefallen. Der ungewohnte Umgang mit meinen beiden Hunden war für mich schrecklich ... wohlgemerkt für mich!
Die beiden dagegen haben sofort begriffen um was es geht, sie waren in ihrem Element. Das war ihr Ding - das kannten sie, sie spürten ihren Instinkt. Sie verstanden was ich wollte (da hatte ich noch nichts verstanden) ! Von Tag zu Tag wurden sie Ruhiger und Ausgeglichener. Das ist besonders bei Kiara meiner Angstbeißerin aufgefallen. Sie war nicht mehr so unsicher, wurde zusehends selbstbewusster - hörte auf mit dem Angstpiseln.  
Da wusste ich das es der richtige Weg war. Das ist auch heute noch unser Weg. Unser Auffangstation befindet sich in einem Reihenmittelhaus und wir hatten noch keine Beschwerden. Die Hunde sind ruhig - keine Beißereien, kein unnötiges Kläffen. Die Hund leben bei uns im Rudel. Sie haben ihren Platz im Leben, der ihnen Sicherheit gibt - und uns ausgeglichene Hunde. 
Wir müssen lernen wie der Hund zu denken, und nicht erwarten das der Hund wie ein Mensch denkt.

Was wir empfehlen können, sind die Bücher  von : Jan Fennell

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Mit Hunden sprechen

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Mit Hunden leben


Viel Spaß beim Lesen! Ihr werdet staunen wie oft ihr euren Hund schon falsch oder gar nicht verstanden habt! Seine Signale falsch gedeutet habt. Und wie oft es auf euren Hund zutrifft, das er euch gar nicht richtig verstehen konnte.
Jan Fennell ist quasi der Monty Roberts der Hunde.


Diese Bücher waren für uns ein Geschenk des Himmels!



.......................................Karina Wüst.....................................





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